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  1. CATDAT Schadenbeben Database 2011

    [Mon, 23 Jan 2012 11:00:00 GMT]

    2011 erlebte das verlustreichste Erdbeben aller Zeiten

    Im Jahr 2011 gab es die beiden wirtschaftlich gesehen größten Erdbeben der Geschichte: Japan und Neuseeland. Das M 9,0 Tohoku Erdbeben mit Tsunami, das am 11. März 2011 japan erschütterte, wurde zum teuersten Erdebeben, das es jemals gab, mit $400-700 Milliarden USD Totalverlust und ungefähr 19.000 Toten. Das in Christchurch, Neuseeland stattgefundene M 6,3 Erdbeben kostete ca. $15-20 Milliarden USD.

    Andere katastrophale und kostenintensive Erdbeben gab es im Oktober in der Türkei, im September in der Indien-Nepal-Tibet-Region, in den Yunnan und Xinjiang Provinzen in China und in den USA.

    Die Integrated Historical Global Catastrophe Database (CATDAT) 2011, eine Beben-Schaden-Datenbank, präsentiert die sozio-ökonomischen Auswirkungen der verheerendsten Erdbeben. Benutzt werden dafür Informationen aus einer Datenbank, die die Universität Adelaide seit 2003 führt. Gesammelt werden Verlustdaten von Erdbeben, Überflutungen und anderen Naturkatastrophen.

    Der 2011-Report bietet einen Einblick in die Arbeit des CATDAT in Zusammenarbeit mit earthquake-report.com/ SOS Earthquakes.

    Lesen Sie den CATDAT Erdbeben-Report hier.

    (Bilder: www.cedim.de)

     


  2. Situation der Weltwirtschaft und Ausblick 2012

    [Mon, 23 Jan 2012 11:00:00 GMT]

    DESA veröffentlich Report zur Weltwirtschaft: Abschwächung der Konjunktur geht weiter


    Diese Woche hat das DESA, das UN Department of Economic and Social Affairs, seinen Report zur Weltwirtschaft, unter dem Titel World Economic Situation and Prospects, veröffentlicht. Der Report prognostiziert auch für die Jahre 2012 und 2013 eine weitere Konjunkturabschwächung voraus und deutet das Wachstum des Bruttoweltprodukts (BWP) auf 2,6 Prozent in 2012 und 3,2 Prozent in 2013, einem Wert noch unter Vorkrisenniveau.  

    Das DESA sieht die Gründe dafür im Unvermögen der Länder auf Arbeitslosigkeit und Verschuldung zu reagieren, wie das Beispiel der USA und der Euro-Zone zeigt. In den Entwicklungsländern erwartet das DESA ein Wirtschaftswachstum von 5,4 Prozent in 2012 und 5,8 Prozent in 2013, mit Höchstwerten in Ländern wie Indien oder China.

    Der Report bietet außerdem einige strategische Richtilinien, die eine erneute Rezession verhindern würden.

    Lesen Sie den ganzen Report hier (auf Englisch).




  3. Klimaschutzmaßnahmen mit Nutzen für Gesundheit und Landwirtschaft

    [Mon, 23 Jan 2012 11:00:00 GMT]

    Wissenschaftler identifizieren 14 Kontrollmechanismen zur Luftverschmutzung, die die globale Erderwärmung verlangsamen, Millionen von Leben retten und Ernteerträge steigern könnten

    Die im Science Magazin unter der Leitung von Drew Shindell veröffentlichte Studie des NASA Goddard Institute for Space Studies (GISS) hat etwa 400 Kontrollmaßnahmen zum Klimaschutz untersucht. 

    Nach der Untersuchung der Mechanismen, deren Effekte im International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) GAINS model festgehalten worden sind, benannten die Wissenschaftler 14 Mechanismen mit dem größten Nutzen für die Umwelt. Laut Shindell führt die Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels genauso wie die Reduzierung von Emissionen wie Ruß und Methan, die die Gesundheit von Menschen gleichermaßen wie die von Pflanzen beeinträchtigen, zu einem „win-win“- Effekt.

    Die Klimaschutzmaßnahmen haben dabei für verschiedene Länder unterschiedliche Auswirkungen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Maßnahmen Tadschikistan, Kirgisistan und Russland den größten Schutz vor der globalen Erderwärmung bieten können, während sie für Bangladesch, Nepal und Indien einen deutlichen Rückgang an frühzeitigen Todesfällen bedeuten würden. Dem Iran, Pakistan und Jordanien würden die Maßnahmen helfen, die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern und Südasien und der Sahelregion Afrikas würden sie zu einem Wandel in den Niederschlagswerten verhelfen.
    Da Ruß und Methan aber von vielen Quellen ausgestoßen werden, braucht es vielseitige Infrastrukturausbauten um die Maßnahmen zu implementieren.

    Shindell weist außerdem darauf hin, dass viele Länder der öffentlichen Gesundheit und der Lebensmittelversorgung eine größere Bedeutung zusprechen, als der Bekämpfung des Klimawandels. Doch die Maßnahmen und ihre Vorteile für die Umwelt zu kennen, könnte solche Länder motivieren, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen.

    Lesen Sie hier den ganzen Artikel (Deutsch) und hier die Studie (auf Englisch).

    (Bild: fotolia)




  4. Was leistet Wachstum?

    [Tue, 17 Jan 2012 11:00:00 GMT]

    Berlin, 16.01.2012: Heftiger Streit über den Wachstumsbegriff

    Berlin: (hib/KOS) Ein heftiger Streit über den Wachstumsbegriff und über die Bedeutung einer steigenden Wirtschaftsleistung für die ökonomische wie gesellschaftliche Entwicklung prägte am Montagnachmittag den Auftakt der Sitzung der Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“.

    Der Sachverständige Karl-Heinz Paqué definierte das Wachstum samt der ihm innewohnenden technischen und wissenschaftlichen Innovationskraft als Chance, Fortschritte wie etwa ökologische Erneuerungen oder Arbeitszeitverkürzungen zu ermöglichen. Experten wie Michael Müller oder Dietmar Hexel riefen hingegen dazu auf, über negative Aspekte eines rein quantitativen Wachstums wie die Umweltbelastung und über die Frage zu diskutieren, wie sich auch bei niedrigen Wachstumsraten die gesellschaftliche Entwicklung im Sinne von Wohlergehen oder ökologischer Nachhaltigkeit voranbringen lasse. 

    Die Kontroversen spielten sich überwiegend zwischen dem Koalitions- und Oppositionslager ab. Der Enquetekommission gehören unter dem Vorsitz von Daniela Kolbe (SPD) 17 Parlamentarier und 17 von den einzelnen Fraktionen berufene Experten an. Aufgabe des Gremiums ist es, das rein ökonomisch und quantitativ ausgerichtete Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Messgröße für gesellschaftliches Wohlergehen weiterzuentwickeln und etwa um ökologische, soziale und kulturelle Kriterien zu ergänzen. Letztlich soll die Arbeit in die Definition dessen münden, was als qualitatives Wachstum gelten kann.

    Die FDP-Abgeordnete Judith Skudelny wies die Kritik, ein dynamisches Wachstum habe negative Auswirkungen auf die Umwelt, mit dem Argument zurück, eine hohe wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sei für ökologische Fortschritte unabdingbar. 

    Die liberale Politikerin: „Wachstum und gesellschaftliche Entwicklung hängen eng zusammen.“ Aus ihrer Sicht ist beispielsweise der Ausbau der erneuerbaren Energien ohne Wachstum nicht zu finanzieren, wozu auch der Export dieser innovativen Technologie besonders in die Dritte Welt gehöre. Wachstum sei zudem bedeutsam für das soziale Wohlergehen. In einem ökonomisch entwickelten Land wie der Bundesrepublik Deutschland „kann sich jeder Medizin leisten, in Afrika ist das nicht der Fall“, sagte Skudelny. Angesichts technischer Fortschritte etwa bei Autos oder Kühlschränken betonte die FDP-Parlamentarierin, dass Wachstum nicht mit ökologischen Belastungen einhergehe, sondern Verbesserungen bewirke.

    Paqué assistierte mit dem Hinweis, es sei ein „Merkmal reicher Gesellschaften“, wenn sich Bürger für mehr Freizeit und weniger Arbeit entscheiden könnten. Das Kernproblem sieht der Sachverständige in der mittlerweile stagnierenden Innovationskraft, was zu einer Begrenzung des Wachstums führe. Wachstum sei stets auch qualitativ ausgerichtet, da es vor allem auf technischem und wissenschaftlichem Fortschritt beruhe.
    Diese Sichtweise stieß im Oppositionslager auf teils harte Kritik. Zwar plädiere niemand für ein Nullwachstum, es müsse vielmehr eine „technisch-ökonomische Veränderungsdynamik geben“, sagte Michael Müller. Der ehemalige SPD-Abgeordnete unterstrich jedoch, dass gesellschaftliche Entwicklungsziele wie etwa ökologische Nachhaltigkeit, demokratische Beteiligung oder soziale Gerechtigkeit nur noch schwer mit Hilfe von Wachstum zu verwirklichen seien. Letzteres stoße an ökologische Grenzen, überdies habe sich seit den siebziger Jahren erwiesen, dass sich die früheren hohen Wachstumsraten auch über politische Eingriffe nicht mehr erreichen ließen. Dietmar Hexel sagte, die Gewerkschaften hätten ebenfalls lange Zeit auf die Erwirtschaftung eines „größeren Kuchens“ gesetzt. Über mehr quantitatives Wachstum seien jedoch Umweltbelastungen, eine zunehmende Ungleichheit bei der Vermögensverteilung, eine steigende Staatsverschuldung oder ungleiche Bildungschancen nicht zu verhindern gewesen. 

    Die Abgeordnete Ulla Lötzer von der Linken mahnte, es dürfe nicht sein, dass es ohne wirtschaftliches Wachstum nicht zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung komme. Der Sachverständige Norbert Reuter warnte davor, die Auswirkungen von Wachstum zu positiv zu zeichnen, und rief dazu auf, auch über die Probleme einer Wachstumspolitik zu diskutieren. Der Experte Ulrich Brand und die SPD-Abgeordnete Edelgard Bulmahn kritisierten, dass der traditionelle Wachstumsbegriff und das BIP die häufig unentgeltlich geleistete Pflegearbeit statistisch ausblendeten, die aber für das soziale Wohlergehen einer Gesellschaft von zentraler Bedeutung seien.

    (Quelle: "Heute im Bundestag"-Newsletter des Deutschen Bundestages)


  5. Handwerkszeug um lokal aktiv zu werden

    [Tue, 17 Jan 2012 11:00:00 GMT]

    Lassen Sie sich von unserem "Leitfaden zur Gründung einer Lokalgruppe" und den Projektbeispielen des "Maßnahmenkatalogs" inspirieren!

    Sie sind an einer Mitarbeit innerhalb der Global Marshall Plan Initiative interessiert, suchen nach neuen Inspirationen um Ihr Umfeld für die Idee eines Global Marshall Plan zu begeistern, oder denken Sie seit einiger Zeit darüber nach eine Global Marshall Plan Lokalgruppe in Ihrer Region zu gründen?

    Dann werfen Sie doch einfach mal einen Blick in die folgenden beiden Dokumente –der Maßnahmenkatalog und der Leitfaden zur Gründung einer Lokalgruppe- und lassen sich inspirieren!

    Seit der ersten Lokalgruppengründung im Jahr 2003 fanden sich in den verschiedensten Regionen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und darüber hinaus immer wieder neue Engagierte zusammen um für eine Welt in Balance aktiv zu werden. Deren Engagement wird nicht selten von einem der mittlerweile mehr als 40 Global Marshall Plan Academy Alumni -den Absolventen des Multiplikatoren-Lehrgangs der Global Marshall Plan Foundation- angeschoben. 

    Bei der Zusammenstellung der hier vorgestellten Handwerkszeuge für lokal Aktive flossen sämtliche Erfahrungswerte der mittlerweile seit neun Jahren erfolgreich agierenden Initiative ein. Durch stetigen Austausch und die Kommunikation mit dem internationalen Koordinationsbüro in Hamburg profitieren neu dazu gewonnene Unterstützer somit vom wachsenden Know-How der Community.

    Die beiden Dokumete werden auch innerhalb des Global Marshall Plan Workshops, welcher am 12. Mai im Koordinationsbüro in Hamburg stattfinden wird, vorgestellt werden. Sie sind herzlich eingeladen diesen Workshop als Auftakt Ihres Engagements zu nutzen! Mehr dazu finden Sie hier.

    Der Maßnahmenkatalog

    Im Maßnahmenkatalog werden verschiedene Handlungsmöglichkeiten aufgeführt, die anhand beispielhafter Projekte für eine Welt in Balance in Deutschland und anderen Ländern der Welt vor Ort umgesetzt werden können. Anschauliche Best-Practice-Beispiele zeigen die große Wirkungsvielfalt jedes einzelnen. Denn selbst jeder Haushalt und jede Gemeinde ist in der Lage, selbst aktiv zu werden.

    Den Maßnahmenkatalog gibt es in zwei verschiedenen digitalen Fassungen, einmal im Original mit Projekt-Beispielen aus Österreich, und einmal mit Beispielen aus Deutschland. Hier können Sie die österreichische Version als pdf herunterladen und die Printversion bestellen. Hier können Sie die pdf-Version mit Beispielen aus Deutschland herunterladen (hierzu sind keine Printversionen verfügbar).

    Der Leitfaden zur Gründung einer Lokalgruppe

    Eine engagierte Person, die die Gruppengründung und Aktivitäten vorantreibt, Treffen organisiert, Menschen dazu einlädt und die Neugierde, Motivation und das Interesse weiterer Menschen zu wecken weiß, genügt, um die Gründung einer Lokalgruppe zu initiieren! 

    Neben einigen Hintergrundinformationen zur Wirkungsweise und dem Agieren innerhalb der Initiative, erfahren Sie wie sie andere Menschen in ihrem Wirkungskreis aktiv zum Umdenken anregen und somit am notwendigen Wandel zu einer gerechteren Globalisierung beitragen können. Außerdem werden formale Angelegenheiten, die Erwartungen des Koordinationsbüros und weitere Leistungen der Foundation erläutert.

    Der Leitfaden befindet sich noch im Entwurfsstadium und kann hier im pdf-Format heruntergeladen werden. Anregungen und Ergänzungen sind herzlich willkommen unter info@globalmarshallplan.org.


  6. Finanztransaktionssteuer

    [Mon, 16 Jan 2012 11:00:00 GMT]

    Die Debatte um die Einführung geht weiter

    Die Debatte um die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in der Eurozone geht weiter. Als eine wichtige potenzielle Finanzquelle zur Bekämpfung der Armut in unserer Welt, beobachten wir gespannt wie und ob die Einführung der Steuer im Jahr 2012 nun vonstatten gehen wird. Hier nun die aktuellsten Entwicklungen im Überblick.

    Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat die Debatte weiter angeheizt, als er ankündigte, die Steuer notfalls im Alleingang einzuführen. Großbritannien sprach sich gegen die Steuer aus, wenn sie nicht weltweit gilt.
    Die Frankfurter Allgemeine interpretiert das Verhalten von Sarkozy als Wahlkampfmanöver angesichts der baldigen Präsidentenwahl. Dabei wird der Alleingang als „ökonomischer Unsinn“ bezeichnet, denn er würde die Verlagerung der Finanzgeschäfte in andere Länder nach sich ziehen. Sollte so eine Verlagerung nicht erfolgen, dann nur wenn der Steuersatz extrem niedrig ausfällt, was die Steuer wiederum zu einer Farce machen würde. Das Fazit der FAZ: Sarkozy betreibt Symbolpolitik.

    Die italienische La Stampa warnte vor dem Verhalten Großbritanniens und dem Risiko, dass die übrigen Länder Europas mit einem Alleingang bezüglich der Steuer eingehen würden. David Camerons „Festhalten am Thatcher-Drehbuch der Verteidigung der City“ wurde stark kritisiert. Anscheinend weicht Cameron um so weniger von seinem Kurs ab, je mehr Merkel und Sarkozy ihre Zusammenarbeit verstärken. 

    Die liberale Schweizer Tageszeitung Le Temps sieht den Plan Frankreichs, die Transaktionssteuer zur Not im Alleingang einzuführen als „unnütz“. Kritisiert wird vor allem Sarkozys Kehrtwende, da er vor einigen Jahren noch völlig gegen die Steuer war. Heute dagegen ist das relativ „alte“ Konzept der Tobin-Steuer wieder aktuell. Le Temps sieht die Steuer aber nicht als Lösung für Europa an, sondern prophezeit, dass sie den Preis für Kapital noch höher treiben und damit der Wirtschaft schaden wird. Gefordert wird ein „koordiniertes und gemeinschaftliches Vorgehen“. 

    (Quelle: EuroTopics der Bundeszentrale für politische Bildung)


  7. Einladung zu den Monatstreffen der Lokalgruppen Nürnberg und Düsseldorf

    [Mon, 16 Jan 2012 11:00:00 GMT]

    Schauen Sie einfach mal vorbei - Alle Interessierte sind herzlich willkommen!

    Durch das Engagement der Lokalgruppen, deren organisierten Vorträge und Informationsveranstaltungen werden stetig weitere Menschen und Gruppen über die globale Schieflage und damit auch die unbedingte Notwendigkeit und die Möglichkeit globaler Ökosozialer Rahmenbedingungen informiert. Als integrative Plattform lädt die Global Marshall Plan Initiative alle Interessierten und Engagierten zum Aktiv werden ein. Jeder hat die Möglichkeit sich und eigene Kompetenzen einzubringen.

    Die folgenden beiden Einladungen sind exemplarisch zu sehen. Alle in deutschsprachigen Raum aktiven Lokalgruppen treffen sich regelmäßig und freuen sich über Interessierte und neue Mitstreiter. Informieren Sie sich hier im Lokalgruppenbereich unserer Website zu den Treffen der Lokalgruppe in Ihrer Region!

    Einladung zum Lokalgruppentreffen in Düsseldorf, am 1. Februar 2012

    Die Lokalgruppe Düsseldorf lädt alle Interessierten ganz herzlich zu ihrem Monatstreffen am 1. Februar ein. Tatkräftige Unterstützer für die Planungen der beiden anstehenden Veranstaltungen sind herzlich willkommen! 

    Am 24. Januar wird unter dem Titel Die Biosprit-Lüge eine Film- und Diskussionsveranstaltung, die den Folgen des Biospritanbaus auf den Grund geht, stattfinden. Eingeführt als „ökologische“ Komponente zur Sicherung unseres Treibstoffbedarfs produzierte der Agrosprit vor allem Hunger. Beleuchtet wird die dunkle Seite eines Wirtschafts- und Lebensmodells, das in vielen Fällen auf der Armut Anderer basiert. Mehr dazu hier. 

    Unter dem Titel Sind wir wirklich noch zu retten? - Konzepte für eine Zukunft wird dann am 6. März der Ökonomieprofessor und Wachstumskritiker Niko Paech erläutern, warum der 'unerschütterliche Glaube an die märchenhafte Expansion der Dinge keine Erfolgsaussichten hat und wie Nachhaltigkeit am Wachstumsdrang scheitert. Auf dem anschließenden Podium diskutieren Prof. Uwe Schneidewind, Mitglied der Enquete-Kommission ‘Wachstum‘ des Deutschen Bundestages und wissenschaftlicher Leiter des Wuppertal Instituts sowie der Ökologe Dr. Daniel Dahm. Mehr dazu hier. Die Ankündigung im VHS-Programm finden Sie hier. (19:00 Uhr, Bürgerzentrum Bilk - Düsseldorf Arcaden am Bilker Bahnhof) ein.
    Unter www.netzwerk-oese.de finden Sie die Website der Lokalgruppe mit aktuellen Informationen.


    Einladung zum Monatstreffen der Lokalgruppe Nürnberg, am 7. Februar 2012

    Die ÖSF-Regionalgruppe Nürnberg des Ökosozialen Forums, eine Unterstützergruppe des Global Marshall Plan, lädt zu ihrem ersten Monatstreffen am Dienstag, den 7. Februar 2012 um 19.30 Uhr in Nürnberg ein. Auf dem Programm steht der Austausch über die letzten Aktivitäten, kommende Veranstaltungen und Teilnahmen des ÖSF, sowie die Diskussion zu aktuellen Entwicklungen und Aktionen im Bereich Nachhaltigkeit und Ökosozialer Marktwirtschaft. Neue Interessenten/innen sind immer willkommen! Bei Interesse melden Sie sich bei Manuela Forster unter manuelaforster@web.de.

    Auperdem organisiert die Lokalgruppe Nürnberg wieder interessante Filmvorführungen, die man sich nicht entgehen lassen sollte:

    Innerhalb der Kinoreihe "Weitsicht ERlangen" werden am 19. Januar ab 20 Uhr zwei spannende Filme, gefolgt von einer moderierten Diskussion, gezeigt. Zunächst der Film "Essen im Eimer", ein Dokumentarfilm der sich mit dem Wahnsinn des verschwenderischen Konsums beschäftigt. Anschließend, um 21:15 Uhr, sind alle Interessierten herzlich eingeladen den Film "Home", einen freier Dokumentarfilm des französischen Fotografen und Journalisten Yann Arthus-Bertrand, der durch Luftaufnahmen die Biodiversität der Welt und die Bedrohung des ökologischen Gleichgewichts durch den Menschen veranschaulichen möchte, mit anzuschauen.

    Der Eintritt ist wie immer frei.


    (Bildquellen: www.netzwerk-oese.de, http://weitsicht-erlangen.de/)




  8. Neuigkeiten von der ThinkCamp Genossenschaft

    [Mon, 16 Jan 2012 11:00:00 GMT]

    Exkursion Ecovillages im April und Aufruf zur Teilnahme am Zukunftslabor

    Auch im neuen Jahr warted die ThinkCamp Genossenschaft, Mitglied im Koordinationskreises der Global Marshall Plan Initiative, mit spannenden Projekten zum Mitmachen auf:

    ThinkCamp Exkursion Ecovillages und Gemeinschaften vom 22.-29. April 2012

    Auf geht’s in den Frühling! Wie die Bienen, so werden wir bald auch inspirierenden Nektar sammeln gehen. Vom 22.-29. April 2012 werden 15 bis 20 TeilnehmerInnen auf den Spuren von Vorbildern wandeln und Projekte zwischen Berlin und Kassel besuchen. Das Thema Vorbilder findet man heutzutage nicht so stark ausgeprägt in den Medien. Dort werden vornehmlich Personen zur Schau gestellt, die trotz offensichtlicher Fehlverhalten keine weitreichenden Konsequenzen für sich ziehen, wie aktuell Politiker oder Personen aus der Wirtschaft bzw. aus dem Bankensektor. Also wo kann man denn Vorbilder finden? Bezogen auf die Frage nach einem nachhaltigen Lebensstil und dem „richtigen“ miteinander, könnte die Antwort bei den Orten zu finden sein, die wir im Rahmen unserer Ökodorftour anpeilen. Darunter sind die bekanntesten Ökodorfprojekte in Deutschland zu finden: „Ökodorf 7 Linden“, das ZEGG, die Kommune Niederkaufungen oder die Gastwerke Escherode. Aber auch noch nicht so bekannte Plätze mit besonderer Ausstrahlung, wo etwas Neues entsteht, rücken in den Fokus: der „PermaKulturRaum“ an der Universität Göttingen (in Kooperation mit der Transition Town Gruppe Göttingen) und das Dorf Heckenbeck bei Kreiensen. All diese Initiativen werden gelebt von Menschen die an einer positiven Vision arbeiten und zeigen wollen:“ Seht her, es geht auch anders!“. Auf dass wir uns anstecken lassen mit dem Mut und Tatendrang etwas Neues zu wagen. Seid dabei! 

    Mehr Infos unter www.thinkcamp.eu.

    Teilnehmer für das Zukunftslabor im Juli 2012 gesucht

    Vom 7.-22. Juli 2012 findet das Youth Vision Futurelab-2012 statt. 72 junge Menschen aus 7 europäischen Ländern im Alter von 17-30 Jahren werden an Visionen und Projekten für eine nachhaltige Entwicklung zu den Themenbereichen „Arbeit, Bildung und Leben in der Zukunft“ arbeiten. Die Teams werden experimentell, spielerisch und künstlerisch Vorschläge für eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung ausarbeiten und Projektvorschläge an Bürger, Unternehmen und öffentliche Organe liefern. 9 interessierte deutsche Personen dieser Altersgruppe können sich ab sofort für die Teilnahme an der Zukunftswerkstatt bewerben. Das zweiwöchige Programm wird von der ThinkCamp gem. eG unter Mitwirkung von Agenda-Foren ausgerichtet. Bewerber richten ihre Anfrage bitte an eu-project@thinkcamp.eu . 

    Mehr Infos unter www.thinkcamp.eu.

    (Bildquelle: ThinkCamp)


  9. Was sind unsere Ziele für 2012?

    [Mon, 16 Jan 2012 11:00:00 GMT]

    Koordinationskreis bittet um Input und Diskussion

    Vor wenigen Tagen wurde in Tunesien der Jahrestag der Revolution gefeiert. Sean Parker, Mitbegründer von Facebook sagte noch im Januar 2011: "Die Menschen sind vernetzt wie noch nie zuvor. Wir fangen gerade erst an zu verstehen, mit welcher Macht jeder einzelne von uns ausgestattet ist". Rückblickend betrachtet, wird jedem die Tragweite seiner Worte bewusst: Die Umbrüche mündeten in den "arabischen Frühling" und wurden über die Occupy Bewegung und "die Empörten" in die ganze Welt getragen. Überall erheben sich mittlerweile Menschen, informieren über Missstände und vernetzen sich zu globalen Aktionen. Sie alle arbeiten auf den viel zitierten "Tipping Point" hin - der Punkt an dem die kritische Anzahl erreicht ist und Systeme kippen. 

    Auch unsere Initiative arbeitet auf einen Systemwechsel hin. Durch Information und Aufzeigen von Alternativen leisten wir wichtige Lobby für eine Welt in Balance. Bei unserem gemeinsamen Jahrestreffen diskutierten wir über die Themen in den nächsten Monaten. "Was kommt nach der Krise?!" kristallisierte sich als eine Frage heraus, die den Koordinationskreis veranlasste sich im November mit verschiedenen Inhaltsgebern zu treffen um Thesenpapiere zu entwickeln wie man der Krise begegnen könnte.

    Für das kommende Jahr lädt der Koordinationskreis alle Unterstützer ein, sich mit Vorschlägen zu beteiligen. Was sind die Themen 20 Jahre nach der Nachhaltigkeitskonferenz in Rio und 40 Jahre nach der Veröffentlichung der „Die Grenzen des Wachstums“? Diskutieren Sie gemeinsam mit anderen Unterstützern ihre Ideen und Pläne für 2012 auf Facebook oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wie soll die Global Marshall Plan Initiative 2012 aussehen? Was soll geschehen und wie wollen wir uns gemeinsam einbringen? 

    Wir freuen uns auf viele interessante Anregungen aus der Initiative. Lassen Sie uns auch 2012 gemeinsam für eine Welt in Balance eintreten!

     

    (Bilder: Ergebnis-Chart zu den Zielen der Initiative vom Jahrestreffen 2011, Jahrestreffen 2011 in Augsburg, Infostand der Lokalgruppe München bei der Fairena-Messe in München im Oktober 2011)


  10. Kollektive Intelligenz: Ein Weg aus der Krise?

    [Mon, 16 Jan 2012 11:00:00 GMT]

    Ein Beitrag von Elke Esders, Professional Coach in Brüssel, sowie Unterstützerin der Global Marshall Plan Initiative

    Elke Esders, Diplom-Politologin, ist seit zwanzig Jahren als Politische Referentin im Europäischen Parlament tätig. Darüber hinaus arbeitet sie als selbständiger Coach, ist Partner bei RobinsonHenry und offizielle Unterstützerin der Global Marshall Plan Initiative. Mit ihrem vorliegenden Text liefert sie den dritten Beitrag innerhalb unserer neuen Beitragsreihe.


    Kollektive Intelligenz: Ein Weg aus der Krise?

    "Krisenzeiten setzen Kräfte in Gang, die zu erstaunlichen Ergebnissen führen können. Hierzu möchte ich folgende zwei nationale Bürgerversammlungen zählen:
    Die „Nationale Versammlung", auch „Ameisenhaufen“ genannt, in Island im November 2009 und den „G1000 Gipfel“ in Belgien vom November 2011. (...)
    Diese Beispiele nationaler Bürgerbewegungen zeichnen folgende Elemente aus: ein hoher Grad an Selbstorganisation und Professionalität. Um die Repräsentativität der Bevölkerung zu gewährleisten wurden vorab entsprechende Studien erstellt. Der Wille, Meinungsvielfalt herbeizuführen, um Wege aus der Krise zu finden und dabei auf globaler Ebene voneinander zu lernen. Ein Rückgriff auf partizipative Gruppen-Arbeitsmethoden und auf entsprechend ausgebildete Coachs und Gruppenleiter. Ein Kooperationsangebot an die Politik statt Protest und entsprechend nur geringes Presse-Echo wegen dieses eher "leisen" Vorgehens.

    Wie die Politik diese Kooperationsangebote annimmt bleibt abzuwarten. Ein Keim für Veränderungen wurde auf jeden Fall durch die nationalen Bürgerbewegungen gelegt.

    Wie kann es gelingen, alle möglichen Meinungen einzubeziehen, ohne in Streit und Chaos zu enden? Wo kommen wir denn hin, wenn alle mitreden würden? Wir kämen nie zu Beschlüssen! Offenbar doch!

    Schauen wir uns die Erfolgskriterien an, um auch bei großer Meinungsvielfalt zu Ergebnissen zu gelangen:..."

    Lesen Sie hier
    den vollständigen Beitrag von Elke Esders (1,5 Seiten).

    *** Die Initiative lebt vor allem von der Begeisterung ihrer Unterstützer sowie deren Bereitschaft, eigene Kernkompetenzen einzubringen. Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen wirken im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Umsetzung der gemeinsamen Forderungen. Über den Newsletter unserer Initiative, welcher monatlich von mehr als 10.000 Interessierten empfangen wird, werden Aktivitäten, Projekte und inhaltliche Beiträge aus unserem Netzwerk kommuniziert. Er dient somit als Sprachrohr der Initiative. ***



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